Mindmap erstellen? iMindMap, das Mindmap-Programm von Tony Buzan, hilft!
8. April 2011 von
Andreas Haubold

Mindmaps sind das “Schweizer Taschen-Messer” des Gehirns. Als Denkwerkzeuge eignen sie sich zum kreative Ideen produzieren, Informationen strukturieren oder Sachverhalte veranschaulichen. Mindmaps eignen sich für fast jede Art von kreativer Denkarbeit. Sie stellen Ideen als eine Art Baumdiagramm in hierarchischer Form dar. Ausgehend von einer zentralen Idee werden passende Einfälle rund um diese angeordnet. Mindmaps werden benutzt, um Gedanken, Entwürfe, Pläne zu skizzieren, strukturieren oder klassifizieren, um letztendlich zu einem angestrebten Ziel zu gelangen.
Tony Buzan ist der Erfinder der Mindmapping-Methode. Er ist ein britischer Mentaltrainer und Autor populärwissenschaftlicher Bücher zu den Themen Kreativität, Mnemotechnik, Schnelllesen und Lernen. Buzan studierte Psychologie, Anglistik und Mathematik. Bekannt geworden ist er durch die Prägung des Begriffs “Mind Map” und die Einführung ihrer methodischen Anwendung.
Eine Mindmap erstellen
Die Mindmap ist ein Diagramm, welches aus einem Zentralbegriff mit davon ausgehenden, damit verknüpften Schlüsselworten, Ideen, Begriffen u.ä. besteht. Wenn man nun eine Mindmap erstellen will, um beispielsweise ein Problem zu lösen oder eine Aufgabe zu erledigen (z.B. eine Party organisieren, einen Bericht erstatten oder einfach ein Brainstorming durchführen), kann man wie folgt vorgehen:
- Zunächst die Materialien bereitlegen: ein leeres, weißes Blatt Papier und Stifte in verschiedenen Farben.
- Notieren Sie das zentrale Thema in der Mitte.
- Davon ausgehend schreiben Sie die wichtigsten Schlüsselwörter auf verschiedene Äste.
- Annschließend fügen Sie zu jedem Hauptast weitere Keywords auf Unterästen hinzu.
Mit jedem weiteren Schritt entsteht so beim Erstellen Ihrer Mindmap eine hierarchische Gliederung der Gedanken und Ideen – das Diagramm entwickelt sich sozusagen von innen nach außen.
Weitere Richtlinien zum Erstellen von Mindmaps
Wenn Sie eine Mindmap erstellen wollen, sollten Sie bspw. folgende Richtlinien beachten: Verwenden Sie Symbole, Codes, Grafiken und Zeichungen. Benutzen Sie möglichst viele verschiedene Farben. Verknüpfen Sie Ideen, vernetzen Sie die Schlüsselworte und verästeln Sie Ihre Mindmap. Gehen Sie so immer weiter in die Tiefe. Wenn Sie Ihre Mindmap erstellen, dann benutzen Sie möglichst Linien mit unterschiedlichen Stärken für die jeweiligen Ebenen. Seien Sie so kreativ wie möglich. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Und ganz wichtig: Bewerten Sie Ihre Ideen erst nachdem Sie alle Gedanken notiert haben.
Wenn Sie sich tiefergehend damit beschäftigen möchten, wie Sie Mindmaps erstellen können, empfiehlt sich die Lektüre von “Das Mind-Map-Buch. Die beste Methode zur Steigerung ihres geistigen Potenzials.” Tony Buzan beschreibt darin Grundlagen zum Gehirn, zum Gedächtnis und eben zum Mindmapping. Er erklärt umfassend, wie Sie Ihre Ideen mit Mindmaps strukturieren und mit welchen Schritten Sie Ihre erste Mindmap erstellen können.
Das Mindmap-Programm iMindMap
Es gibt verschiedene Mindmap-Programme wie FreeMind, MindMeister oder Mindomo. Ich bevorzuge iMindMap, da es direkt vom Erfinder des Mindmapping, also Tony Buzan, mitentwickelt wird. Bei iMindMap steht der gestalterische Anspruch im Vordergrund. Die entstandenen Mindmaps sind ästhetisch und sehen einfach schön aus. Das liegt v.a. daran, dass die Äste eine organische Form haben. Ähnlich wie Bezierkurven schwingen sie sich beim Erstellen über den Bildschirm. Ich benutze das Mindmap-Programm derzeit in der Version 4. Momentan gibt es iMindMap in der Version 5, welches deutliche Verbesserungen zur Vorgängerversion bieten soll.
Aber zunächst einige Worte zu iMindmap4: Das Mindmap-Programm kennt mehrere Arbeitsmodi. Die Standardeinstellung ist, wer hätte das gedacht, der Mindmapping-Modus. Dabei kann man Äste manuell per Drag&Drop gestalten und nachjustieren. Den Text tippt man anschließend einfach ein und er passt seine Ausrichtung automatisch der Form des Astes an. Im Speedmapping-Modus werden die Äste von dem Programm gelayoutet, was nicht unbedingt so formschön ist, wie manuelles Positionieren aber dafür doch um einiges schneller geht. Deshalb eben der Name “Speedmapping”. Ein besonders cooles Feature von iMindMap ist der Präsentationsmodus. Nachdem man fertig ist mit dem Erstellen seiner Mindmap, möchte man sie evtl. einem interessierten Publikum zeigen. Also Laptop an den Beamer angeschlossen, eben erwähnten Modus angeschmissen und über die ungewohnten Effekte freuen. Nachdem der Play-Button betätigt wurde, werden die Äste nach und nach ausgeklappt. Das Mindmap-Programm berechnet automatisch die Zoomstufe, während es sich von Ast zu Ast hangelt. Ein Projektmanagement-Modus ist ebenfalls in iMindMap enthalten. Von mir wird er aber nur sehr sporadisch genutzt, weshalb ich an dieser Stelle keine Aussagen darüber machen kann.
Eine Exportfunktion bietet das Mindmap-Programm ebenfalls. Die erstellte Mindmap kann in Formate exportiert werden wie SVG, JPG, PDF, Präsentation und Text- oder Tabellendokument. In Form einer HTML-Datei kann sie ebenfalls als Website gespeichert werden. iMindMap bietet zudem eine umfangreiche Bildbibliothek und eine Icon-Library an. Es können eigene Bilder integriert und Text- oder Audionotizen hinzugefügt werden.
Das Mindmap-Programm läuft unter den Betriebssystemen Windows, Linux und Mac. Das ist gerade deshalb wichtig zu erwähnen, weil immer mehr Leute von Windows zu Mac wechseln oder ggf. zu Linux. Tjaja, ob das wohl an Windows Vista gelegen hat? Nun denn, ich hatte iMindMap lange Zeit parallel unter Windows und unter Ubuntu-Linux laufen. Alle Maps habe ich in einem zentralen Ordner abgelegt, der über beide System erreicht werden konnte. Zugegeben, das ist sehr trivial aber eben doch auch sehr praktisch.
Das Interface ist in iMindMap 4 nicht besonders schnell. Dieses Manko soll in der neuen Version, also in iMindMap 5, behoben sein. Außerdem soll das Mindmap-Programm mit vielen weiteren neuen Funktionen aufwarten, wie 3D-Mindmaps, Multimaps (mehrere Mindmaps auf einem Screen) oder Online-Zugriff auf die erstellten Maps.
Meiner persönlichen Erfahrung nach empfiehlt es sich etwas Geld für ein Mindmap-Programm auszugeben, da die meisten kostenlosen Tools eben nur ein sehr geringes Augenmerk auf die ästhetische Gestaltung legen. Mit iMindMap hat man ein solches Programm. Da es direkt vom Erfinder der Mindmapping-Methode betreut wird, kann man sich zudem sicher sein, dass es alle wichtigsten Grundsätze beachtet, die beim Mindmap-Erstellen wichtig sind. iMindMap können Sie sieben Tage lang kostenlos testen. Das Programm ist erhältlich in deutscher Sprache und in verschiedenen Editionen, also mit stark unterschiedlichem Funktionsumfang. Über den folgenden Banner gelangen Sie auf die iMindMap-Website.
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